Das heutige Hotel und Restaurant Goldener Fasan blickt auf eine über 175-jährige Geschichte zurück. Was einst als einfache Schankwirtschaft begann, entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem traditionsreichen Hotel am Schlosspark in Oranienbaum-Wörlitz, das heute Urlauber aus ganz Deutschland empfängt.

Die Anfänge: Eine Schankwirtschaft für Durchreisende (1839)

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der „Goldene Fasan“ im Jahr 1839. Am 23. August 1839 erhielt Christian Dräger eine zunächst auf zwei Jahre begrenzte „beschränkte Schankgerechtigkeit“ für ein „Gasthaus für Durchreisende“.

Schon damals war die Lage in unmittelbarer Nähe des Schlossparks Oranienbaum ein entscheidender Vorteil. Reisende, Händler und Besucher des Parks fanden hier Einkehr und Unterkunft. Aus der kleinen Schankwirtschaft entwickelte sich Schritt für Schritt ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Oranienbaum.

Ausbau im 19. Jahrhundert: Der große Saal

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand der damals beeindruckende 8 Meter hohe große Saal. Dieser prägte das Haus nachhaltig und machte den Goldenen Fasan zu einem Veranstaltungsort von regionaler Bedeutung.

Zu den außergewöhnlichsten Ereignissen jener Zeit zählte sogar der Auftritt eines echten Zirkuselefanten im Saal – ein Beleg dafür, welchen Stellenwert das Haus bereits damals im gesellschaftlichen Leben von Oranienbaum hatte.

Das 20. Jahrhundert: Jugendstil und private Führung

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts befand sich das Gasthaus über 40 Jahre im Privatbesitz von Friedrich Bebber. In dieser Zeit entstand das bis heute erhaltene vordere Gasthaus im Jugendstil, das dem Gebäude sein charakteristisches Erscheinungsbild verleiht.

1960 wurde auf der Gartenseite ein Café angebaut, das bis in die 1990er Jahre bestand und Gästen zusätzlichen Raum zum Verweilen bot – mit direktem Bezug zur grünen Umgebung des Schlossparks.

Vom Gasthaus zum Hotel in Oranienbaum-Wörlitz

Ein entscheidender Schritt in der Entwicklung erfolgte 1993: Der Umbau zum Hotel begann. Aus dem historischen Gasthaus entstand ein modernes Hotel in Oranienbaum-Wörlitz mit 28 Zimmern.

Damit wandelte sich der Goldene Fasan endgültig vom traditionellen Gasthof zu einem Urlaubshotel für Gäste, die das Gartenreich und den Wörlitzer Park entdecken möchten.

Nach bewegten Jahren wurde das Haus am 14. Januar 2012 durch die Familie Jung / Hlawitschka wiedereröffnet. Seitdem wird das historische Gebäude Schritt für Schritt renoviert und behutsam weiterentwickelt – mit dem Ziel, Tradition und modernen Komfort zu verbinden.

Historisches Hotel am Park – Tradition trifft Urlaub

Heute ist der Goldene Fasan ein historisches Hotel in Oranienbaum, das seine Wurzeln bewusst pflegt. Die direkte Lage am Schlosspark macht das Haus besonders attraktiv für Urlauber, die Kultur, Natur und Geschichte miteinander verbinden möchten.

Als Hotel am Schlosspark in Oranienbaum-Wörlitz verbindet der Goldene Fasan:

  • über 175 Jahre Geschichte
  • architektonische Elemente aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert
  • persönliche Gastfreundschaft
  • moderne Zimmer und zeitgemäßen Komfort

Die Nähe zum Wörlitzer Park und zum UNESCO-Gartenreich macht das Haus zu einem idealen Ausgangspunkt für Spaziergänge, Radtouren und kulturelle Entdeckungen.

Übernachten mit Geschichte in Oranienbaum-Wörlitz

Wer heute im Goldenen Fasan übernachtet, wohnt in einem Haus, das Generationen von Reisenden beherbergt hat. Vom Gasthaus für Durchreisende bis zum modernen Hotel am Schlosspark in Oranienbaum-Wörlitz spiegelt sich hier die Geschichte der Region wider.

Die Entwicklung von der Schankwirtschaft über den traditionsreichen Gasthof bis hin zum Urlaubshotel zeigt: Gastfreundschaft hat hier seit 1839 Bestand.